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Anmeldung möglich 212AV10022: VHS Wissen Live: Religion und Nation in den USA

Trotz der verfassungsmäßigen Trennung von Staat und Kirche haben Religionen das Werden der USA von Beginn an mitbestimmt. Weder die Amerikanische Revolution noch der Aufbau der neuen Republik wären ohne die Mitwirkung evangelikaler und liberaler Protestanten denkbar gewesen. Seit den 1850er Jahren kam dann eine politisch zunehmend bedeutsame katholische Minderheit hinzu. Der Vortrag spürt der historischen Bedeutung der verschiedenen christlichen Religionsgemeinschaften nach und geht zusätzlich auf deren aktuelle Rolle ein.

Michael Hochgeschwender ist Professor für Nordamerikanische Kulturgeschichte an der LMU München und zählt zu den besten Kennern der USA. Bei C.H. Beck hat er zuletzt "Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation¿" veröffentlicht.

Beginndatum: Donnerstag, 20.01.2022, 19.30 Uhr

Hochgeschwender Prof. Dr. Michael


Anmeldung möglich 212AV10024: VHS Wissen Live: SZ-JournalistInnen im Gespräch

Gast bei vhs.wissen live sind SZ JournalistInnen die zu aktuellen Themen berichten und mit Ihnen diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Beginndatum: Dienstag, 25.01.2022, 19.30 Uhr




freie Plätze 221AA10100: 50 Jahre RAF-Überfall auf eine Ludwigshafener Bank

Als der Terror nach Ludwigshafen kam
Am 21. Februar 1972 überfiel ein achtköpfiges Kommando der Roten Armee Fraktion die Filiale der Bayerischen Hypotheken-Wechselbank am Ludwigsplatz und erbeutete 285.000 Mark. Genau 50 Jahre später rekonstruiert Dr. Klaus Jürgen Becker die damaligen Ereignisse im Rahmen eines bebilderten Vortrags. Hierzu hat der Stadtarchivar intensiv die im Nachlass des Kaiserslauterer Rechtsanwalts, Dieter Basch, befindlichen Unterlagen zur RAF in Bezug auf die Vorgänge in Ludwigshafen ausgewertet. Herr Basch war Pflichtverteidiger bei den RAF-Prozessen gegen deren erste Generation und dabei u.a. mit der Verteidigung der Beschuldigten für den Banküberfall in Ludwigshafen betraut. Über den Ablauf des eigentlichen Überfalls hinaus wird Dr. Becker auf die Tat-Vorbereitungen der Terroristen wie auch auf die nachfolgende Ermittlungstätigkeit der Polizei eingehen und diese Vorgänge in das Zeitgeschehen der Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts einordnen.
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextremistische terroristische Vereinigung, die in den 1970er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland eine Vielzahl an Geiselnahmen, Banküberfällen, Sprengstoffattentaten und Morden beging und damit das politische und gesellschaftliche Klima und die Jugend heutiger älterer Erwachsener mit geprägt hat.
Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der in der vhs gezeigten Monitor-Ausstellung "Jugendwelten-Jugendträume. Talkin` `bout my generation"

Beginndatum: Montag, 21.02.2022, 18.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


Anmeldung möglich 221AA10101: Goodbye Rathaus LU! -
Vortrag zum Abschied mit vielen Erinnerungsfotos

"Liebes Rathaus, passend zum Aschermittwoch, an dem bekanntlich alles vorbei ist, sagen wir mit einem reich bebilderten Vortrag von Marcel Jurkat und Dr. Stefan Mörz "Goodbye Rathaus LU!"
Viele Jahre, aber nur vier Jahrzehnte, schlug das Herz von Ludwigshafen in Deiner Brust aus Stahlbeton und Glas. Jetzt ist es ausgezogen - wohin eigentlich? - und Schluss mit dem lustig vom Hemshof durch Dich hindurch Flanieren. Nun sind alle weg, alles leer, die große Drehtür, die Rolltreppen, Fahrstühle stehen still und nie mehr Dienst am Bürger. Nein, kein Dornröschenschlaf, sondern weg für immer!"
Wenn das Abrisskommando kommt, wird sich das Rathaus-LU mit seinem Turm spektakulär ergeben und mit viel Ach und Krach der neuen Brücke weichen. Damit dies nicht sang- und klanglos geschieht, wollen wir uns heute angemessen verabschieden. Marcel Jurkat (Leiter Repräsentation und Städtepartnerschaften) und Dr. Stefan Mörz (Leiter des Stadtarchivs) spannen den Bogen von den großartigen Anfängen in den 1970er Jahren bis zum bitteren Ende 2022. Mit zahlreichen, zum Teil sehr raren Fotos gewähren sie unbekannte Einblicke vom Keller bis zum Dach des Hauses und machen dessen 42 Jahre dauernde Geschichte nochmals lebendig. Selbstverständlich darf laut geweint, gelacht und es dürfen Fragen gestellt werden
Marcel Jurkat ist seit 1.7.1987 im Rathaus beschäftigt, u.a. 21 Jahre im Büro OB, und mit dem Rathausgebäude bestens vertraut. Dr. Stefan Mörz arbeitet seit 1991 im Stadtarchiv, seit 1998 als dessen Leiter.

Beginndatum: Mittwoch, 02.03.2022, 18.30 Uhr

Mörz Dr. Stefan, Jurkat Marcel


freie Plätze 221AA10102: Von Powerfrauen und Vorbildern. Handlungsspielräume von Ludwigshafener Frauen im Kaiserreich und der Weimarer Republik.

Im Kaiserreich waren die Frauen in Ihren Rechten stark eingeschränkt. Sie konnten z. B. nicht wählen und ohne Erlaubnis ihres Ehemannes nicht arbeiten. Doch Sie suchten und fanden Wege ihre Handlungsspielräume stetig zu erweitern. In dem sich bürgerliche Frauen in der kommunalen Armenpflege engagierten, stellten sie unter Beweis, dass sie einen gleichwertigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens leisten können. Proletarische Frauen hatten es in dieser Beziehung schwerer, mussten sie doch für ihren Lebensunterhalt viel Zeit und Kraft aufwenden und sich - wollten sie auf politischen Weg eine Verbesserung ihrer ökonomischen Situation herbeiführen - gegen Ressentiments aus den eigenen Reihen zur Wehr setzten. Mit dem Inkrafttreten der Vereinsfreiheit, der allmählichen Öffnung der Universitäten für Frauen, sowie der Einführung des Frauenwahlrechts und der Professionalisierung in verschiedenen Sozialberufen eröffneten sich bürgerlichen und proletarischen Frauen weitere Handlungsspielräume. In diesem Spannungsfeld bewegten sich auch Ludwigshafener Akteurinnen. Der Vortrag rückt Frauenpersönlichkeiten aus der Region in den Mittelpunkt, welche in ihrer Zeit die ihnen gegebenen Chancen engagiert nutzen und dadurch die damals für Frauen eng gesteckten Grenzen erweiterten und überschritten. Sie waren und sind "Powerfrauen" und konkrete Vorbilder weiblicher Emanzipation.
Vortrag im Begleitprogramm der Ausstellung "Katharina und ihre Schwester" vom 07.03. bis 28.04.2022 in der Melanchthonkirche in Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen. Sowie im Vorspann zur Ausstellung "Aus dem Schatten ins Licht. Starke Frauen aus 1000 Jahren Pfälzer Geschichte" vom 18.03.22 bis zum 24.06.22 in der VHS Ludwigshafen in Kooperation mit dem Stadtmuseum und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Donnerstag, 10.03.2022, 19.00 Uhr

Übel Dr. Brigitte


freie Plätze 221AA10103: Die Anilinerinnen - Frauen in der BASF von 1865 bis heute

Die Entwicklung Ludwigshafens zur Industrie- und Chemiemetropole ist eng verbunden mit der Unternehmensgeschichte der 1865 gegründeten Badische Anilin- und Sodafabrik, kurz BASF. Sie war und ist der größte Arbeitgeber der Region und "die Aniliner", als Bezeichnung für die Beschäftigten der BASF, ist im umgangssprachlichen Gebrauch allgegenwärtig. Meist werden damit nur die männlichen Arbeitnehmer assoziiert, die seit jeher und auch 2020 mit 75,6 % zu 24,4 % Frauen (Angaben für Europa), die Mehrzahl der Beschäftigten der BASF stellen. Dabei gehören erwerbstätige Frauen von Anfang an zur Geschichte der BASF.
Dagmar Krebaum zeigt in ihrem Vortrag die wechselvolle Geschichte der "Anilinerinnen" auf. Wie sah ihr Weg von der ersten Krankenschwester, über Reinigungskräfte in den Laboren, den ersten Akademikerinnen und Stenotypistinnen in der Weimarer Republik aus? Wie zwischen NS-Frauenideal und Kriegswirtschaft und nach dem Krieg, ausgehend von den Trümmerfrauen zur Emanzipation in den 60er Jahren? Und heute? Wie sind Frauen mittlerweile in den verschiedenen Berufsgruppen und im Vorstand vertreten?
Die Anilinerinnen stehen eindrucksvoll für die Emanzipationsgeschichte weiblicher Erwerbsarbeit in der Industrie. Ihnen gebührt ausdrücklich ein Platz unter den starken Frauen der Pflalz.

Vortrag im Begleitprogramm zur Aus- stellung "Aus dem Schatten ins Licht - Starke Frauen aus 1000 Jahren Pfälzer Geschichte" in Kooperation mit dem Stadtmuseum und der Gleichstellungs- beauftragten der Stadt Ludwigshafen.

Beginndatum: Mittwoch, 08.06.2022, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


Anmeldung möglich 221AB10000: vhs.wissen live: Das unzufriedene Volk: Protest und Ressentiment in Ostdeutschland von der friedlichen Revolution bis heute

Ostdeutsche stilisieren sich im öffentlichen Diskurs gern als Opfer der deutschen Einheit. Tatsächlich haben sie sich aber von der friedlichen Revolution bis heute als mächtiger politischer Akteur erwiesen.
So ging im revolutionären Umbruch von 1989 die Dynamik nicht von der kleinen Schar der Bürgerrechtler und Bürgerrechtlerinnen aus, sondern von der Bevölkerung.
Und heute beherrscht die ostdeutsche Bevölkerung durch ihr Wahlverhalten und nicht zuletzt durch ihren Opferdiskurs die öffentlichen Debatten. Am ostdeutschen Protestverhalten lässt sich begreifen,
wie sich eine Bevölkerung zum Volk konstituiert - unter den Bedingungen einer Diktatur - und wie in der Demokratie die kollektive Selbstermächtigung zum Ressentiment verkommt.

Detlef Pollack zählt zu den führendsten Religions- und Kultursoziologen. Er hatte Professuren in Leipzig, Frankfurt/Oder und New York inne. Derzeit lehrt er in Münster.
Stefan Locke wurde 1974 in Bautzen geboren. Er studierte in Dresden und Portland und arbeitete anschließend für die "Dresdner Morgenpost". Seit September 2016 ist er politischer Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

Beginndatum: Mittwoch, 09.02.2022, 19.30 Uhr

Pollack Detlef


Anmeldung möglich 221AB10001: vhs.wissen live: Die Barbaren sind die anderen. Wie ein Denkmuster Geschichte und Literatur prägt.

Schon in der Antike haben Menschen andere als Barbaren abgewertet, um sich selbst aufzuwerten. Der Barbar war in der Regel der negative Gegenentwurf zum zivilisierten und kultivierten Hellenen oder Römer.
Die sogenannten Barbaren waren in ihren Augen all das, was sie selbst in ihrer Eigenwahrnehmung nicht waren: wild, grausam, gesetzlos, verschlagen, maßlos, triebhaft, dumm usw.
Nur in wenigen Fällen wurde der Barbar als Folie für Idealisierungen verwendet, beispielsweise um dekadente Tendenzen in der eigenen Gesellschaft zu markieren. Dann war der Barbar genügsam, einfach, unverdorben, gerecht, ehrlich oder fromm. Diese Zuschreibungen erinnern an das Bild des "edlen Wilden", das sich auch später in der Zeit von Sklaverei und Kolonialismus wiederfinden sollte.
Und auch heute funktionieren diese Mechanismen bei der Zuschreibung von Eigen- und Fremdidentitäten.
Der Althistoriker Mischa Meier und der Schriftsteller Durs Grünbein werden in einem Gespräch in der Villa Vigoni diskutieren, wie Identitätskonzepte wie das des Barbaren historisch entstanden sind, wozu sie mit welchen Folgen für die Betroffenen eingesetzt und wie diese Konzepte weitergeführt wurden. Wer sind heute die Barbaren und wer bestimmt das und welche Rolle spielt dabei Sprache und Dichtung?

Mischa Meier lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Tübingen. Sein Werk Geschichte der Völkerwanderung (C.H. Beck) wurde mit dem WISSEN!-Sachbuchpreis ausgezeichnet.
Durs Grünbein ist ein vielfach ausgezeichneter Lyriker, Essayist. Er ist Professor für Poetik an der Kunstakademie Düsseldorf und hat antike Klassiker aus dem Lateinischen und Griechischen ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Deutsch-Italienischen Zentrum Villa Vigoni und der Gerda Henkel Stiftung statt.

Beginndatum: Dienstag, 15.02.2022, 19.30 Uhr

Meier Mischa, Grünbein Durs


Anmeldung möglich 221AB10002: vhs.wissen live: "Die Himmelsscheibe von Nebra - Fürsten, Goldwaffen und Armeen"

Die Himmelsscheibe von Nebra zählt als älteste bekannte konkrete Himmelsdarstellung der Welt zu den wichtigsten archäologischen Funden des letzten Jahrhunderts.
Vor etwa 3600 Jahren am Mittelberg bei Nebra im südlichen Sachsen-Anhalt vergraben, erlebte sie zuvor mehrere Veränderungen ihres Bildprogramms und ihrer Bedeutung.
Ihre Erforschung ermöglicht uns viele Erkenntnisse über die religiösen Vorstellungen, aber auch die politische Organisation in der frühen Bronzezeit.
Nicht zuletzt verweist sie auf die intensive Vernetzung der frühbronzezeitlichen Eliten in Europa und bis in den Vorderen Orient.
Harald Meller, provinzialrömischer Archäologe, Prähistoriker und Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, ist Direktor des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt/Landesmuseum für Vorgeschichte.
Unter seiner Führung wurde das Landesmuseum in Halle zu einem der wichtigsten Ausstellungshäuser für Prähistorische Archäologie in Europa.

Beginndatum: Freitag, 25.02.2022, 19.30 Uhr

Meller Prof. Dr. Harald


Anmeldung möglich 221AB10003: vhs.wissen live: Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Die aktuelle Rolle der Frauen in Belarus.

Die Bilder haben die Welt gerührt und erschüttert: Friedliche Demonstranten in Belarus trotzten dem brutalen Regime - immer und immer wieder.
Die Osteuropa-Korrespondentin Alice Bota erzählt in dem Vortrag die Geschichten der drei maßgeblichen Protagonistinnen, die zu Politikerinnen wider Willen wurden: Swetlana Tichanowskaja, Maria Kolesnikowa und Veronika Zepkalo.
Sie zeichnet die Geschichte des Aufstands nach und wirft die Frage auf, warum der Westen - fast vor unserer Haustür - so wenig Unterstützung leistet.

Alice Bota ist Autorin und Journalistin. Derzeit berichtet sie als Auslandskorrespondentin aus Moskau für DIE ZEIT.

Beginndatum: Donnerstag, 03.03.2022, 19.30 Uhr

Bota Alice


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