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freie Plätze 212AA10903: Die Volkshochschule Ludwigshafen - 120 Jahre Weiterbildung im Auftrag der Stadt

Die Volkshochschule der Stadt Ludwigshafen feiert 2021 ein doppeltes Jubiläum: Den Start der ersten "Volks-Hochschulkurse" am 15. Januar 1901 und die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg am 10. Juli 1946.
Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Stefan Moerz stellt die wechselvolle Geschichte der Volkshochschule anhand von Bildern und Dokumenten aus dem Archiv vor. Historiker Ulrich Stumm beleuchtet als ehemaliger Mitarbeiter der Volkshochschule die letzten 30 Jahre von 1990 bis 2021.

Beginndatum: Freitag, 05.11.2021, 18.00 Uhr

Stumm Ulrich, Mörz Dr. Stefan


Anmeldung möglich 212AA10904: Wissen ist Macht - Arbeiterbildung in der Pfalz vom Kaiserreich bis in die Anfänge der Bundesrepublik:

Die selbstständige Arbeiterbildung war eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung der Arbeiterbewegung in Deutschland und damit in der Pfalz. Sie wiederum ist ein Kind der Industriellen Revolution, die nach 1851 Ludwigshafen von einer kleinen Handlungssiedlung in einen industrielle Kernmetropole verwandelte. Anhand zahlreicher Bilddokumente wird Dr. Klaus J. Becker vom Stadtarchiv die Entwicklung der Arbeiterbewegung in Ludwigshafen ab 1871 skizzieren und insbesondere deren eigenständigen Bildungsansatz für arbeitenden Menschen in Ludwigshafen von der Kaiserzeit bis Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts skizzieren.

Beginndatum: Donnerstag, 18.11.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


Anmeldung möglich 212AV10009: VHS Wissen Live: Die Erziehung des Geschmacks. Eine unendliche Geschichte

Spätestens wenn man bemerkt, wie sehr die sozialen Medien sich zu Paradiesen oder Höllen des Geschmacks entwickelt haben, in denen täglich tausendfach "Followers" ihre "Likes" vergeben oder verweigern, zerstreut sich der Verdacht, die Geschichte des Geschmacks sei beendet oder ein Gegenstand bloß antiquarischen Interesses. Tatsächlich folgen wir, wenn wir uns vom Gefallen oder Missfallen leiten lassen, einer schnellen, instinktartig funktionierenden Steuerung, die alle Operationen der Vernunft unterläuft. Den Sinnen nah, dem Verstand fern, ist der Geschmack ein Schwererziehbarer, um den sich nach den Philosophen des 18. und den Formerziehern des 19. Jahrhunderts zunehmend Marktinstanzen gekümmert haben, deren Wirken neuerdings von Algorithmen und KI unterstützt wird.

Prof. Dr. Ulrich Raulff ist Historiker. Er war Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Von 2004 bis 2018 war Raulff Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Seit Oktober 2018 ist er Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen. Ulrich Raulff wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.

Beginndatum: Donnerstag, 21.10.2021, 19.30 Uhr

Raulff Pof. Dr. Ulrich


Anmeldung möglich 212AV10010: VHS Wissen Live: Die Wiedererfindung der Nation - Warum wir sie fürchten und warum wir sie brauchen

Die Wiedererfindung der Nation - Warum wir sie fürchten und warum wir sie brauchen

Bei Intellektuellen steht der Begriff der Nation unter Generalverdacht. Doch wer sagt denn, dass Nation automatisch ethnische Homogenität und eine ¿Volksgemeinschaft¿ bedeutet, die andere ausschließt? Das ist die Sicht von Rechtsextremen, die den aufgegebenen Nationsbegriff inzwischen für sich erobert haben. Doch lässt sich nicht auch eine Form von Nation (wieder)finden, die sich als demokratisch, zivil und divers versteht und sich solidarisch auf die gewaltigen Zukunftsaufgaben einstellen kann? Diese und viele weiteren Fragen diskutieren Aleida Assmann und Herfried Münkler.

Aleida Assmann ist Professorin em. für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Jan Assmann, 2018).

Prof. Herfried Münkler ist Politikwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politische Theorie und Ideengeschichte. Er lehrte als ordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung statt.

Beginndatum: Freitag, 29.10.2021, 19.30 Uhr

Assmann Prof. em. Aleida, Münkler Prof. Dr. Herfried


Anmeldung möglich 212AV10011: VHS Wissen Live: Srebrenica 1995: ein europäisches Trauma

Am Morgen des 11. Juli 1995 stürmten bosnisch-serbische Armee- und Polizeieinheiten nach tagelangem Beschuss die UNO-Schutzzone Srebrenica. Unter den Augen der Staatengemeinschaft ermordeten sie planmäßig über 8.300 Männer und Jungen. "Srebrenica" wurde zum Trauma europäischer und internationaler Politik. Wie konnte es zu diesem Massenverbrechen kommen? Wer waren die Auftraggeber, was motivierte die Täter? Und welche Lehren hat Deutschland, hat die Welt daraus gezogen?

Marie-Janine Calic ist Professorin für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Beginndatum: Mittwoch, 10.11.2021, 19.30 Uhr

Calic Prof. Dr. Marie-Janine


Anmeldung möglich 212AV10012: VHS Wissen Live: SZ-JournalistInnen im Gespräch

Gast bei vhs.wissen live sind SZ JournalistInnen die zu aktuellen Themen berichten und mit Ihnen diskutieren.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Beginndatum: Dienstag, 09.11.2021, 19.30 Uhr




Anmeldung möglich 212AV10013: VHS Wissen Live: Adolph Menzels Kunst und Wirklichkeiten - Die Gemälde der Neuen Pinakothek: "Wohnzimmer mit der Schwester des Künstlers" und "Prozession in Hofgastein" - Live aus der Pinakothek


Adolph Menzel gilt als der herausragende Vertreter des deutschen Realismus im 19. Jahrhundert. Unermüdlich zeichnend beobachtete er gleichsam als Chronist einer ¿vie moderne en Allemagne¿ Menschliches und Allzumenschliches. 1996/97 verortete ihn die große Berliner Retrospektive daher auch im "Labyrinth der Wirklichkeit".
Aber warum fotografierte der Künstler eigentlich nicht? Menzel, der die lithographische Anstalt des Vaters nach dessen Tod 1832 weiterführte, erwarb zudem 1864 das Photographische Kunst- und Verlagsinstitut Gustav Schauer für seinen Bruder. Nach dessen Tod ein Jahr später unterstützte er auch hier seine Schwägerin in der Fortführung der Geschäfte.
Menzel war also bestens mit den vervielfältigenden und abbildenden Medien der Zeit vertraut, die seinen ökonomischen Erfolg sicherten und zugleich seinen Blick auf die Dinge des Lebens prägten. Dennoch hielt er persönlich an Malerei und Graphik fest. Suchte er vielleicht doch nach symbolischen Ausdrucksmöglichkeiten, die über die bloße Abbildung der Wirklichkeit hinausgingen? Diesen Fragen geht der Vortrag live aus der Neuen Pinakothek mit überraschenden und spannenden Einsichten in die Gemälde der Neuen Pinakothek nach.

Dr. Joachim Kaak ist zweiter stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referent für Malerei und Plastik 1850-1900 in der Neuen Pinakothek.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Neuen Pinakothek statt.

Beginndatum: Donnerstag, 11.11.2021, 19.30 Uhr

Kaak Dr. Joachim


Anmeldung möglich 212AV10014: VHS Wissen Live: Femizide. Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen

Jeden Tag versucht in Deutschland ein Mann, seine Frau umzubringen. Alle 3 Tage wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Hinzu kommen die Morde an Frauen durch ihnen unbekannte Täter. Diese Verbrechen sind keine Ehrenmorde oder Beziehungstaten, sondern Femizide: Morde, die an Frauen verübt werden, weil sie Frauen sind. Margherita Bettoni zeigt in dem Vortrag, dass die Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts auch bei uns ein ernsthaftes gesamtgesellschaftliches Problem ist. Als Familientragödien verharmlost, bleiben viele Frauenmorde verborgen und verdecken die patriarchalen Macht- und Gewaltmuster, die sich tief durch unsere Gesellschaft ziehen.

Margherita Bettoni ist Investigativjournalistin mit den Schwerpunkten Organisierte Kriminalität und sexualisierte Gewalt. Sie ist Co-Autorin der Bücher »Die Mafia in Deutschland. Kronzeugin Maria G. packt aus« (Econ, 2017) und »Corona: Geschichte eines angekündigten Sterbens« (dtv, 2020). Für ihre Recherchen hat sie den Marlies-Hesse-Nachwuchspreis, den Migration Media Award und den Grimme Online Award gewonnen.

Beginndatum: Donnerstag, 25.11.2021, 19.30 Uhr

Bettoni Margherita


Anmeldung möglich 212AV10015: VHS Wissen Live:Was ist Technik - und was ist der Mensch? Der Mensch im Spiegel der Technik

Technik war in der Kulturgeschichte der Menschheit stets ein entscheidendes Medium für Erfolg und Wohlstand. Dabei ist die Technik nicht bloß Objekt, sondern kann Menschen verändern, individuell wie kollektiv: Handlungsweisen, Lebensstile und Gewohnheiten, Freizeitverhalten und Arbeitswelt, aber auch Werte und Wertschätzungen. Technik wirkt auf ihre Erzeuger und Nutzer zurück. Diese Rückwirkungen tragen zu den Vorstellungen bei, die Menschen von sich machen, aber auch von Natur und Umwelt. Die Frage nach der Technik führt daher auf die Frage nach dem Menschen zurück, beide Fragen sind untrennbar verbunden. Im Vortrag gehe ich diesen Verbindungen nach, beginnend historisch, jedoch mit Schwerpunkt auf gegenwärtigen Herausforderungen menschlicher Selbstverständnisse angesichts von Digitalisierung und Biotechnologie.

Prof. Dr. Armin Grunwald wurde in Physik promoviert und in Philosophie habilitiert. Seit 1999 leitet er das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hält dort auch eine Professur für Technikethik und Technikphilosophie. Seit 2002 berät er den Deutschen Bundestag in Fragen der Technikfolgenabschätzung.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt

Beginndatum: Dienstag, 16.11.2021, 19.30 Uhr

Grunwald Prof. Dr. Armin


Anmeldung möglich 212AV10016: VHS Wissen Live: Klimawandel und Klimapolitik

Mittlerweile gibt es aufgrund der erdrückenden wissenschaftlichen Evidenz keinen Zweifel mehr: die Ursache des Klimawandels ist der Mensch. Wir sprechen vom Phänomen des anthropogenen Klimawandels. Noch ist die Zeit zum Handeln da, aber das Zeitfenster, das uns zur Verfügung steht, schließt sich. Nur ein von der gesamten Staatengemeinschaft getragenes globales Abkommen kann die Erderwärmung aufhalten. Vor allem die politischen Entscheidungsträger müssen erkennen, dass Instrumente wie eine CO2-Bepreisung oder ein Emissionshandel wirksame, gerechte Maßnahmen darstellen, von denen ¿ wenn diese mit Sachverstand implementiert werden - alle Staaten profitieren können. Ist der EU Green Deal ein Schritt in die richtige Richtung?

Prof. Ottmar Edenhofer ist Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist einer der meistzitierten Wissenschaftler der Welt und berät als Experte für Umweltökonomik u.a. die OECD und die Vereinten Nationen.

Beginndatum: Donnerstag, 02.12.2021, 19.30 Uhr

Edenhofer Prof. Ottmar


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