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freie Plätze 212AB10402: Praxis Permakultur - Essbare Waldgärten planen und gestalten

Dieser Tag in einem jungen Waldgarten soll einen Eindruck vermitteln, wie praxisorientiertes Wissen zur Gestaltung und Pflege von Ökosystemen erfolgreich angewendet werden kann. Vom Balkon und Hausgarten über die Streuobstwiese bis hin zum Waldrand sind die Gestaltungsprinzipien gleichermaßen anwendbar: Die "Werkzeugkiste" der Permakultur liefert Methoden und Techniken, ihre Ethik und systemische Betrachtungsweise leiten alle Designs an. So können Waldgärten oder "essbare Landschaften" als hocheffiziente und multifunktionale Flächen für Mensch und Ökosystem geschaffen werden, die vielfältige Nutzen und Ökosystemdienstleistungen erbringen. Selbst landwirtschaftliche Flächen können durch agroforstwirtschaftliche Gehölzpflanzungen nachhaltig bereichert werden. Die Permakultur ist der einzige ganzheitliche Ansatz zur Landnutzung, der vor allem darauf beruht von der Natur zu lernen und sich leiten lassen statt aufwändig und oft zerstörerisch gegen sie zu arbeiten.
Der Kurs soll Interessierten den Einstieg in das Thema der nachhaltigen Landnutzung schmackhaft machen und zum selbstständigen Weiterlernen befähigen und motivieren.
Wir werden am Kurstag einen gemeinsamen Streifzug durch einen Waldgarten unternehmen und ausgewählte Themen an praktischen Beispielen vor Ort erklären:
Die Permakultur als Designsystem:
-Ethische Anwendung von Designprinzipien nach dem Vorbild der Natur.
-Erkennen und Nutzbarmachen der natürlichen Kreisläufe von Energien und Ressourcen.
Waldgärten:
- Was ist ein Waldgarten und warum sollte man sich einen anlegen?
- Wie genau verläuft der Gestaltungsprozess, und welche Schritte von der Planung bis hin zur Umsetzung sind nötig?
- Praxisorientiertes Wissen zur Gestaltung und Umsetzung von Waldgärten: Bodenpflege & Mulchwirtschaft etc.
Polykulturen: Multifunktionale Pflanzengesellschaften
- Durch die gezielte Anordnung von Elementen zur gegenseitigen Förderung innerhalb einer Pflanzengemeinschaft entstehen stabile und ertragreiche Lebensräume.
Wissensquellen & Literatur: Ressourcen zur selbstständigen Weiterbildung
Die Referenten:
Jörn Müller ist Baumpfleger, Permakultur-Praktiker und Waldgärtner. Als permagrün gestaltet er ökologische Nutz- und Ertragsgärten vom kleinen privaten Hausgarten bis hin zu landwirtschaftlich genutzten Agroforstsystemen.
Boris Wu lernt und praktiziert seit 2014 Permakultur. Er interessiert sich insbesondere für essbare Waldgärten, nachhaltige Geflügelzucht und alternative Bauformen.

Beginndatum: Samstag, 18.09.2021, 10.00 Uhr

Müller Jörn


freie Plätze 212AB10403: Genießen statt Gießen - Staudengärten im Klimawandel

Unsere Gärten und Pflanzen kommen mehr und mehr in Stress. Extreme Hitze und Trockenheit machen nicht nur dem Rasen, sondern auch vielen Blütenpflanzen, Sträuchern und Bäumen zu schaffen. Aber es gibt viele tolle Pflanzen die mit diesem Stress umgehen können. Zudem gibt es schlaue Methoden, wie wir trotz der Klimaerwärmung schöne, üppige und zugleich naturfreundliche Gärten gestalten können.

Joachim Hegmann aus Limburgerhof, gestaltet seit vielen Jahren mit Leidenschaft private und öffentliche Gärten. "Gärten mit Seele" ist sein Leit-Motiv. Im März erschien sein spannendes Gartenbuch "Wilde Wiesen gestalten" (Ulmer Verlag)

Beginndatum: Donnerstag, 30.09.2021, 18.00 Uhr

Hegmann Joachim


freie Plätze 212AB10903: Grün statt Grau - Umweltfreundliches Grün rund ums Haus:
Teil1: Dächer und Fassaden begrünen

Mit natürlichen Ressourcen wie Dach- und Fassadenbegrünungen lassen sich Eigenheime effektiv und umweltfreundlich vor Hitze und Regen schützen. Sie heizen sich weniger leicht auf und tragen durch die Isolationswirkung zur Energieeinsparung bei. Darüber hinaus speichern die Substratschichten im Starkregenfall einen Teil des Wassers, wodurch die Kanalisation entlastet wird. Somit kann jeder einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und sich gleichzeitig am zusätzlichen Grün erfreuen.
Landschaftsarchitektin Gabriele Bindert, Leiterin des Bereichs Grünflächen bei der der Stadt Ludwigshafen, gibt eine Einführung in die ökologische Bedeutung der Dach- und Fassadenbegrünung.
Gartenbautechniker Peter Bott blickt als Sachverständiger für Objektbegrünung auf über 40 Jahre Erfahrung zurück. Er geht auf die Potenziale, Voraussetzungen und praktische Fragen ein, wie etwa den Unterschied zwischen extensiver und intensiver Begrünung und den jeweiligen Pflegeaufwand.

Beginndatum: Mittwoch, 06.10.2021, 18.00 Uhr

Bott Peter, Bindert Gabriele


freie Plätze 212AB10904: Grün statt Grau - Umweltfreundliches Grün rund ums Haus:
2. Teil: (Vor-) Gärten klima- und bienenfreundlich gestalten

Haben Hausbesitzer die grundlegende Bedeutung des privaten Grüns in ihren (Vor-)Gärten für das Mikroklima in den Kommunen erkannt, stehen sie oftmals vor der großen Herausforderung einer nachhaltigen Umsetzung. Auch, oder gerade deswegen wird Referentin Christiane Brell in diesem Vortrag Klarheit über die Begrifflichkeiten bringen sowie praktische Tipps und Hinweise in Bezug auf die baurechtlichen, naturschutzrechtlichen und praktischen Zusammenhänge von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Pflege geben. Christiane Brell ist Diplom-Biologin und stellvertretende Vorsitzende des Fachbeirats für Naturschutz bei der Kreisverwaltung. Sie hat bereits mehrmals - unter anderem für die Volkshochschule des Rhein-Pfalz-Kreises - sehr erfolgreiche Vorträge zum Thema "Naturnahes und bienenfreundliches Gärtnern" gehalten.

Beginndatum: Mittwoch, 27.10.2021, 18.00 Uhr

Brell Christiane


freie Plätze 212AB10912: Neu und wieder entdecken: Alte Obsorten und ihre Bedeutung für die Artenvielfalt - Exkursion zu den Streuobstwiesen in Meckenheim

Von "Herrgottsöpffeln", dem Stahlblauen Grillenjäger und der 'Gräfin von Paris'
Was verbindet Michelle Obama und Jennifer Lopez mit einer uralten schweizer Apfelsorte? Woher hat der 'Ulmer Polizeiapfel' seinen Namen? Was kann einem auf einer pfälzischen Streuobstwiese mexikanisch (und nicht spanisch) vorkommen? Und wie sieht das Nest einer Schornsteinfegerwespe aus?
Diese und viele andere Fragen um Natur und alte Obstsorten werden bei einer Exkursion auf der Streuobstwiese der Gemeinde Meckenheim beantwortet werden. Auf die Teilnehmer wartet die sortenreichste Obstwiese des Landkreises Bad Dürkheim mit über 300 Apfel-, Birn-, Mirabellen- und Zwetschgenbäumen. Auf der Wiese sagen sich nicht nur Hase, Igel, Fuchs, Sandbiene und Weinbergschnecke, sondern auch seltene Vogelarten wie Feldsperling und Gartenrotschwanz Gute Nacht.
Wir werden die Möglichkeit haben, auch einige der Apfelsorten zu kosten.
Referent ist Rainer Rausch aus Hochdorf-Assenheim, Mitbegründer des Arbeitskreises Historische Obstsorten der Pfalz, zertifizierter Obstbaumwart des Landes Rheinland-Pfalz sowie 1. Umweltpreisträger des Kreises Ludwigshafen (2000) und der Stadt Ludwigshafen (2003).
Treffpunkt: 8.40 Uhr S-Bahnhof Lu-Mitte, unten an Rolltreppe Gleis 1. Erkennungszeichen grüner Schirm. bitte selbst um Fahrkarten kümmern bzw. Mitnahme über Job-Ticket organisieren.

Beginndatum: Samstag, 04.09.2021, 09.00 Uhr

Rausch Rainer


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