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freie Plätze 221AA10800: Glaubensexpeditionen: Was glauben wir? Was glauben andere? Eröffnungsveranstaltung mit Vortrag und Workshop

Wir eröffnen die Reihe der Glaubensexpeditionen am 03.03.2022 um 19.00 Uhr mit dem Vortrag "Warum glauben wir?" von Dr. Paul Metzger (Evangelische Kirche der Pfalz).
Im Anschluss laden wir alle Interessierten zu einem Workshop ein, bei dem wir uns auf die Vielfalt der Erscheinungsformen von Spiritualität einstimmen und uns über eigene Erfahrungen, Empfindungen und Fragen zum Glauben austauschen wollen. Hierbei bieten wir Methoden an, bei denen nicht unbedingt nur gesprochen werden muss, sondern auch andere Formen von Mitteilung und Austausch möglich sind.

Beginndatum: Donnerstag, 03.03.2022, 19.00 Uhr

Metzger Paul, Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula


freie Plätze 221AA10801: Glaubensexpeditionen: Expedition zur Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Mariä Verkündigung im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof.

Wir beginnen unsere Glaubensexpeditionen mit dem Besuch bei der Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde "Mariä Verkündigung" im Ludwigshafener Stadtteil Hemshof. Es empfängt uns Herr Nikolaos Lucic. Die Geschichte dieser Griechisch-Orthodoxen Kirchengemeinde geht zurück auf die 1960er Jahre, als auf Basis des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem damaligen Königreich Griechenland sehr viele Griechen als Gastarbeiter auch nach Ludwigshafen kamen. Viele von ihnen blieben für immer in der neuen, zweiten Heimat und fanden 2007 auch mit ihrem Glauben in der ehemalig katholischen Marienkirche, nun "Mariä Verkündigung", ein festes Zuhause. Die meisten Gemeindemitglieder, orthodoxe Christ*innen aus Griechenland, aber auch aus Bulgarien, Russland, Georgien und Serbien wohnen im unmittelbaren Umfeld der Kirche. In dieser finden die Gottesdienste und alle Feiern, wie Taufe, Hochzeit, Beerdigung nach orthodoxem Ritus statt und auch ein Großteil des kulturellen Lebens.

Beginndatum: Mittwoch, 30.03.2022, 18.30 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Lucic Nikolaos


freie Plätze 221AA10802: Glaubensexpeditionen: Expedition zur DITIB Oggersheim Kocatepe Moschee

"Selbst ein Lächeln ist eine gute Tat, welche reichlich belohnt wird", steht auf der Webseite der Gemeinde der DITIB Oggersheim Kocatepe Moschee in Oggersheim. Die Gemeinde gehört zur Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (türkisch: Diyanet Isleri Türk Islam Birligi, abgekürzt DITIB), der größten sunnitisch-islamische Organisation in Deutschland. In Oggersheim legt man viel Wert auf ein familiäres und harmonisches Beisammensein und ist jeder Zeit offen für Besucher*innen. Die in ihrem Inneren reich mit Kalligraphie gestaltete Moschee, ist ein Ort der Zusammenkunft, Versammlung und des gemeinsamen Gebets. Sie dient als soziales, kulturelles, wissenschaftliches, pädagogisches und religiöses Zentrum. Bei unserem heutigen Besuch empfängt uns Herr Ömer Akyazici.

Beginndatum: Freitag, 08.04.2022, 18.30 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Akyazici Ömer


freie Plätze 221AA10803: Glaubensexpeditionen: Was glauben wir? Was glauben andere?
Expedition zur Mennoniten Brüdergemeinde in Frankenthal

Die heutige Glaubensexpedition führt uns nach Frankenthal zur Mennoniten Brüdergemeinden, einer wachsenden und sehr jungen Gemeinde, die 1977 gegründet wurde. Die ersten Mennoniten-Brüdergemeinden entstanden 1860 als Reformbewegung unter den deutschsprachigen Mennoniten in der Ukraine und Russland. Da die Mennoniten, wie auch die Brüdergemeinden, die Erwachsenentaufe praktizieren, den Dienst an der Waffe und jegliche staatliche Einmischung in Glaubens- Gewissensfragen ablehnen, wurden sie seit ihrer Entstehung in der Zeit der Reformation und später in Russland unter Stalin und Chruschtschow immer wieder verfolgt. In den 1970er Jahren und nach 1989 wanderten viele von ihnen nach Deutschland aus und die ehemals kleine Gemeinde in Frankenthal wurde vielen von ihnen zu einer neuen Heimat. Im Straßenbild fallen Frauen und Männer durch ihre scheinbare "Kleiderordnung" auf, die allerdings nicht aufgezwungen, sondern freiwillig gewählt ist. Denn Zwang und Dogmen lehnen Mennoniten ab. Es begrüßen uns Herr Thomas Ebersold und andere Mitglieder der Gemeinde in ihrem Versammlungshaus.

Beginndatum: Freitag, 29.04.2022, 19.00 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Ebersold Thomas


freie Plätze 221AA10804: Glaubensexpeditionen: Expedition Wat Thai Buddha Apa - buddhistischer Tempel und Kloster in Ludwigshafen Mundenheim

Mit unserer heutigen Glaubensexpedition besuchen wir Wat Thai Buddha Apa e.V., ein buddhistisches Kloster und Tempel der frühbuddhistischen Theravada - Tradition im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim.
Der buddhistische Tempel wurde 2007 gegründet und wird vom thailändischen Kulturverein Wat Thai Buddha Apa e.V. betreut. Das Wat Thai Buddha Apa ist eines der wenigen buddhistischen Klöster in Deutschland, die von thailändischen Einwanderern geführt werden. Die Gemeinde umfasst etwa 500 Mitglieder. Einzugsbereich ist der gesamte südwestdeutsche Raum. Es erwartet uns Frau Suthiya Schaich, die uns vorab folgende Worte schrieb: Der Buddhismus erreicht die Menschen von Geburt an direkt oder indirekt, in der Positiv- oder Negativform: Das Ziel menschlichen Handelns sollte die Vermeidung von Leid nicht nur für sich, sondern auch für andere sein. Wer gründlich nach einem Sinn seines Lebens sucht, kommt am Wat Thai Buddha Apa nicht vorbei.

Beginndatum: Mittwoch, 04.05.2022, 17.00 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Schaich Suthiya


freie Plätze 221AA10805: Glaubensexpeditionen: Was glauben wir? Was glauben andere?
Expedition zur Synagoge Beith-Shalom, der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer

Wir besuchen heute die Synagoge Beith-Shalom in Speyer, für die am 9. November 2008 - und damit 70 Jahre nach der Zerstörung ihrer Vorgängerin - der Grundstein gelegt wurde. Sie ist als "Haus des Friedens" seit 2011 Sitz der Jüdischen Kultusgemeinde der Rheinpfalz. Jutta Hornung wird uns bei Ihrer Führung einen Einblick in den Betraum, die Rituale des Glaubens und in die bemerkenswerte Geschichte und Gegenwart der Jüdischen Kultusgemeinde geben.

Beginndatum: Mittwoch, 01.06.2022, 18.00 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Hornung Jutta


freie Plätze 221AA10806: Glaubensexpeditionen: Das Friedenshaus - Besuch bei der Mennonitengemeinde Ludwigshafen

Heute sind wir zu Gast im Friedenshaus und bei der Mennonitengemeinde Ludwigshafen, die seit 1702 existiert. Die Mennoniten entstammen der Täuferbewegung der Reformationszeit und gehören zu den "historischen Friedenskirchen". Damals wie heute, lehnen sie jeden staatlichen Zwang in Glaubensdingen, den Kriegsdienst und die Kindertaufe ab. Unter dem Leitmotto" Gemeinschaft bauen - Frieden lernen" bringen sie im Friedenshaus in der Berliner Straße Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen und setzen sich für eine Kultur des friedlichen Zusammenlebens in der Stadt ein. Wir lernen Mitglieder der Gemeinde, Ihre Überzeugungen im Glauben und das Friedenshaus mit seinen Angeboten kennen.
Für das zweite Halbjahr ab September 2022 planen wir Expeditionen u.a. zu folgenden Gemeinden:
- Alt-Katholische Gemeinden Mannheim-Ludwigshafen
- Evangelische Gemeinde Ludwigshafen
- Alevitische Gemeinde Rhein Neckar
- Freireligiöse Gemeinde Pfalz K.d.ö.R.

Beginndatum: Donnerstag, 14.07.2022, 19.00 Uhr

Schramm Susanne, Marquardt Petra Paula, Foth Birgit


freie Plätze 221AA10820: Lebendige Antike: Öffnen statt canceln: Die Dekolonierungsdebatte als Chance für die
Altertumswissenschaften

Die Forderung, die Altertumswissenschaften zu `canceln¿, ertönte zuletzt nicht etwa in wirtschaftsliberalen oder bildungsreformerischen Kreisen, sondern in der Zunft selbst. Im Zeitalter der Globalisierung stellen sich neue Fragen an eine alte Disziplin: Sind die Altertumswissenschaften nichts als eurozentrische Elitenkultur? Wie werden und wurden altertumswissenschaftliche Inhalte politisch vereinnahmt? Wer lernt und lehrt Alte Sprachen? Auch in Europa stellt sich die Frage, ob unsere Fächer reformbedürftig sind, und wie diese Reformen aussehen könnten.
Katharina Wesselmann, Abitur 1995 in Tübingen, Studium Latein, Griechsich, Kunstgeschichte in Tübingen, Köln und Basel, Promotion 2010 in Basel. Lehrerin am Baseler Gymnasium am Münsterplatz und der Sekundarschule Bäumlihof von 2004 bis 2018, von 2009 bis 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Baseler Homer-Kommentar, 2012 bis 2018 Lehrbeauftragte für Fachdidaktik Latein und Griechisch an der Pädagogischen Hochschule (Fachhochschule Nordwestschweiz), 2018 Habilitation, seit 2019 Professorin für Fachdidaktik der Altern Sprachen an der Christian-Albrechts-Universität Kiel.

Beginndatum: Mittwoch, 23.03.2022, 19.30 Uhr

Wesselmann Prof. Dr. Katharina


freie Plätze 221AA10821: Lebendige Antike: Das antike Rom in den Filmen Federico Fellinis

Der italienische Filmregisseur Federico Fellini (1920-1993) hat seine Filme immer neu mit Bildern der 'ewigen Stadt' aufgeladen. Neben dem barocken und dem Rom des 20. Jahrhunderts war es besonders das antike Rom, auf das er zurückgriff, um es auf seine Weise filmisch zu verarbeiten. Dieses antike Rom steht im Zentrum des Vortrages und soll auf seine filmästhetische Funktion hin befragt werden. Dabei werden vor allem die Filme der sogenannten Rom-Trilogie - La dolce vita (1960), Satyricon (1969) und Roma (1972) - ins Auge gefasst und anhand einiger exemplarischer Ausschnitte kommentiert.
Immacolata Amodeo ist seit 2018 Direktorin des Ernst-Bloch-Zentrums der Stadt Ludwigshafen am Rhein und Geschäftsführerin der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum; daneben ist sie Honorarprofessorin für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien der Universität Mainz. Nach ihrem Studium in Perugia und Frankfurt am Main promovierte sie 1994 in Siegen. 2001 folgte die Habilitation in Bayreuth.

Beginndatum: Mittwoch, 18.05.2022, 19.30 Uhr

Amodeo Prof. Dr. Immacolata


freie Plätze 221AA10822: Lebendige Antike: Die Gegenwart der Antike. Renaissancen des griechisch-römischen Altertums.

Die Geschichte Europas ist bis in die jüngste Vergangenheit hinein auf das engste mit periodisch wiederkehrenden'Renaissancen' des griechisch-römischen Altertums verbunden. Die klassische Antike hat wichtige Vorstellungen und Modelle geliefert, um die vielfältigen Herausforderungen der Moderne zu bewältigen - sei es durch den affirmativenBezug auf die Tradition, sei es in deutlicher Abwendung von den 'Alten'. Doch was bleibt nach der Historisierung dieser dynamischen Prozesse der Aneignung und Abgrenzung von dem Erbe der Antike? Welche Rolle kann das europäische Altertum in einer globalen Gegenwart noch spielen?

Beginndatum: Mittwoch, 06.07.2022, 19.30 Uhr

Rebenich Prof. Dr. Stefan


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