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freie Plätze 211AA10901: Von Powerfrauen und Vorbildern. Handlungsspielräume von Ludwigshafener Frauen im Kaiserreich und der Weimarer Republik.

Im Kaiserreich waren die Frauen in Ihren Rechten stark eingeschränkt. Sie konnten z. B. nicht wählen und ohne Erlaubnis ihres Ehemannes nicht arbeiten. Doch Sie suchten und fanden Wege ihre Handlungsspielräume stetig zu erweitern. In dem sich bürgerliche Frauen in der kommunalen Armenpflege engagierten, stellten sie unter Beweis, dass sie einen gleichwertigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Leben leisten können. Proletarische Frauen hatten es in dieser Beziehung schwerer, mussten sie doch für ihren Lebensunterhalt viel Zeit und Kraft aufwenden und sich - wollten sie auf politischen Weg eine Verbesserung ihrer ökonomischen Situation herbeiführen - gegen Ressentiments aus den eigenen Reihen zur Wehr setzten. Mit dem Inkrafttreten der Vereinsfreiheit, der allmählichen Öffnung der Universitäten für Frauen, sowie der Einführung des Frauenwahlrechts und der Professionalisierung in verschiedenen Sozialberufen eröffneten sich bürgerlichen und proletarischen Frauen weitere Handlungsspielräume. In diesem Spannungsfeld bewegten sich auch Ludwigshafener Akteurinnen. Welche Chancen sich ihnen im Kaiserreich und in der Weimarer Republik boten und wie sie diese nutzten ist Thema des Vortrags.

Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung ¿Katharina und ihre Schwestern¿ (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Donnerstag, 08.04.2021, 19.00 Uhr

Übel Dr. Brigitte


freie Plätze 211AA10902: Literarische Salons - Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur

Der literarische Salon gehört zu den faszinierenden Phänomenen der europäischen
Kulturgeschichte. Eine lange Tradition, die mehrere Epochen mit verschiedenen Blütezeiten umfasst und sich in unterschiedlicher Ausprägung auf nahezu alle Länder Europas erstreckt, kennzeichnet ihn. Diese Salons locken die großen Geister der Zeit an und sind zugleich "Schauplatz einer Generalprobe der Emanzipation der Frau".

Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Katharina und ihre Schwestern" (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Freitag, 30.04.2021, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


freie Plätze 211AA10903: Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne."

Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne!"
Olympe gilt als Ahnfrau des Feminismus. 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, schrieb sie die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Siebzehn Artikel als Proklamation der Gleichheit der Geschlechter und als deutliche Forderung an die Nationalversammlung, welche die Frauen in ihrer "Erklärung der Rechte der Menschen und Bürger" nicht berücksichtigt hatte. Außer diesem ihrer Zeit vorauseilenden Manifest ist ihr Leben und Werk weitgehend unbekannt geblieben. Sie hinterließ allein vierzig Theaterstücke, mehrere Romane und eine unüberschaubare Zahl von Pamphleten, die sie verfasste, da ihr die öffentliche Rede versagt blieb. Ihr ungewöhnliches Leben passte in kein Korsett ihrer Zeit. 1793 wurde Olympe de Gouges auf der Guillotine hingerichtet.
Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Katharina und ihre Schwestern" (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Freitag, 19.03.2021, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


freie Plätze 211AA10904: Flower Power - wie fairer Handel Frauenrechte stärkt!

Ob am Valentinstag, am Muttertag, zur Hochzeit oder zum Geburtstag, - wir schenken Blumen. Die Rose ist dabei die mit Abstand beliebteste Schnittblume in Deutschland. Um die Nachfrage zu decken, wird ein Großteil der Rosen importiert. Selten denken wir beim Schenken darüber nach, wo diese Blumen eigentlich herkommen und unter welchen Arbeitsbedingungen sie "produziert" werden . Fairtrade Referentin Wynnie Kangwana Mbindyo von der Fairtrade Initiative Saarbrücken / Saarland wird uns aufzeigen, wie fairer Blumenhandel die Frauernrechte auf Blumenfarmen in Ostafrika und Lateinamerika stärkt. Dort bestehen viele Herausforderungen - oft kennen die Arbeiterinnen ihre Rechte nicht einmal. Die Stärkung der Gleichberechtigung ist einer der Schwerpunkte von Fairtrade, so schreiben die Fairtrade-Standards unter anderem feste Arbeitsverträge und auch die einheitliche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Tätigkeit vor.
Mit dem seit 2005 exitierenden Fairtrade Siegel für Blumen, erhalten wir von Wynnie Kangwana Mbindyo gleichfalls Hinweise, woran wir fairen Blumenhandel erkennen und wo es diese Blumen zu kaufen gibt.
Der Online-Vortrag findet in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und im Rahmen des Internationalen Frauentages statt. Sie erhalten den Zugangslink nach der Anmeldung per Email zugesandt.

Beginndatum: Donnerstag, 25.03.2021, 19.00 Uhr

Mbindyo Wynnie Kangwana


freie Plätze 211AA10905: Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg war genau nur 15 Tage Mitglied der KPD, bevor sie am 15. Januar 1919 im Berliner Eden-Hotel von einer Soldateska brutal ermordet wurde. Unsere Wahrnehmung der promovierten Ökonomin ist trotzdem geprägt von den verfälschenden Bildern aus der Ära Honecker, obwohl Rosa Luxemburg sogar ab 1928 bis 1972 in der stalinistischen Sowjetunion und den späteren Staaten des Ostblocks als Revisionistin verpönt war. Dr. Klaus J. Becker wird sich im Vortrag deshalb vor allem mit dem Leben und Werk der Wissenschaftlerin und sozialdemokratischen Politikerin befassen. Als Mitglied der polnischen Sozialdemokratie seit 1892 und der SPD seit 1898 war, sie als enge Weggefährtin der Parteiikone August Bebel äußerst populär und bis 1914 auch völlig unstrittig. Anlässlich des Internationalen Frauentages wird Dr. Becker allerdings auch hinterfragen, ob überhaupt und wenn ja welchen Beitrag Rosa Luxemburg zur Frauenbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts geleistet hat.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen.
Referent Dr. Klaus Becker ist ausgewiesener Experte zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Pfalz, Saarland, Rheinhessen und Rheinland-Pfalz. Seit 1997 ist er im Ludwigshafener Stadtarchiv als wissenschaftlicher Angestellter beschäftig und seit 2006 stellvertretender Archivleiter.
Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen.

Beginndatum: Donnerstag, 18.03.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


freie Plätze 211AA10910: Jäger*innen - zwischen waidgerechter Tradition und neuem Trendsport

In unseren Ursprüngen waren wir Menschen Jäger und Sammler. In der heutigen Zeit, in der wir zumindest in Europa das Jagen nicht mehr zum Überleben und zur Sicherung einer Grundversorgung mit Fleisch benötigen, führt das Thema der "Jagd" zu kontroversen Fragen und emotionalen Diskussionen.
"Ihr schießt ja nur Tiere tot!", mit diesem Vorurteil sehen sich Jäger*innen immer wieder konfrontiert. Der Vortrag von Clarissa Altscher, selbst Jägerin, vermittelt einen Einblick in die waidgerechte Jagd in der Region und stellt dar, welche Aufgaben Jäger*innen im Revier und Forst übernehmen, welche Auflagen sie erfüllen müssen und was eine fundierte, längerfristige Ausbildung von einem zweifelhaften "Schnellkurs" unterscheidet.
Auch wirft sie einen Blick auf das Phänomen, dass sich das Jagen seit ein paar Jahren zum Trendsport entwickelt und erstaunlich viele Frauen einen Jagdschein erwerben. Was sind die Motive von Frauen bei der Jagd und wie ergeht es ihnen in dieser traditionellen Männerdomäne?

Beginndatum: Mittwoch, 12.05.2021, 19.00 Uhr

Altscher Clarissa


Keine Anmeldung möglich 211DF20606: Was macht ein Stern, wenn wir nicht hingucken?

Explodierende Sterne, bestehende Molekülwolken und kollidierende Galaxien - das Weltall ist alles andere als regungslos. Und dennoch: Viele Prozesse im Universum dauern Millionen von Jahren und sind damit für den Astronomen nicht zu erkennen. In diesem Vortrag wird gezeigt, wie man mit Supercomputern das simuliert, was man mit bloßem Auge nicht sehen kann.

Vortrag von Dr. Daniel Rahner, Physiker

Beginndatum: Donnerstag, 29.04.2021, 15.00 Uhr

Rahner Daniel


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