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freie Plätze 211AA10900: Von der Arbeiterstadt zur Stadt der Arbeit

Am 30.06.2018 waren in den Ludwigshafener Betrieben 102.627 Personen beschäftigt. Rauchende Schornsteine sucht man inzwischen in der einstigen Chemiemetropole aber vergebens. Den Wandel von industriellen Kernstadt der Pfalz zum heutigen pfälzischen Einpendlerzentrum ist Gegenstand dieses Vortrages. Anhand der auf Solidarität beruhenden Selbstorganisation der abhängig Beschäftigten - der Arbeiterbewegung - wird dabei auch der soziale Wandel in Ludwigshafen illustriert. Die Arbeiterbewegung war nur eine der vielen Folgeerscheinung der Industrialisierung Deutschlands. Die Industrialisierung verwandelte das als reine Handelsstadt mit Hafen und Bahnanschluss gegründete Ludwigshafen binnen kürzester Zeit in eine Wachstumsmetropole nach amerikanischen Vorbild. Häufig wurde Ludwigshafen deshalb auch als Chicago am Rhein bezeichnet. Im Gegensatz zu den USA wurden hier aber die in den Fabrikhallen beschäftigten Menschen bald zu einem gesellschaftlich mitentscheidenden Faktor. Ausgehend von einem erfolgreichen Streik in der Samtfabrik in Oggersheim 1871 mitbestimmte und bestimmte die Arbeiterbewegung über Jahrzehnte die Geschicke von Ludwigshafen. Trotzdem findet die 150jährige Wiederkehr des ersten Auftretens der neuen Klasse kaum Beachtung - aus dem stolzen Proletarier ist der abgewertete Prolet geworden?! Den Wandel Ludwigshafens von der Arbeiterstadt zur Stadt der Arbeit stellt Dr. Becker vom Stadtarchiv in einem reich bebilderten Vortrag vor.

Referent Dr. Klaus Becker ist ausgewiesener Experte zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Pfalz, Saarland, Rheinhessen und Rheinland-Pfalz. Seit 1997 ist er im Ludwigshafener Stadtarchiv als wissenschaftlicher Angestellter beschäftig und seit 2006 stellvertretender Archivleiter

Beginndatum: Mittwoch, 24.03.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


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