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freie Plätze 201AB10903: Der griechische Bürgerkrieg 1943-1949

Der griechische Bürgerkrieg von 1943 bis 1949 war - nach dem russischen und dem spanischen - der dritte große Bürgerkrieg in der ersten Hälfte des europäischen zwanzigsten Jahrhunderts. Er nahm seinen Anfang während der deutschen Besatzungszeit (1941-1944) und endete kurz nach dem Beginn des Kalten Krieges. Seine Bilanz war verheerend: Er hinterließ tausende Tote, eine zerstörte Infrastruktur und eine darniederliegende Wirtschaft. Ein Teil der Besiegten suchte Zuflucht in der Sowjetunion und den osteuropäischen "Volksrepubliken". Der griechische Staat und seine Institutionen befanden sich seitdem in einer Legitimitätskrise, die politische Polarisierung überdauerte mehrere Jahrzehnte. Eine ehrliche Aussöhnung blieb folglich aus.
Wie aber kam es zum griechischen Bürgerkrieg? Welche Phasen durchlief er, welche waren seine Akteure? Wieso erlangte er internationale Aufmerksamkeit? Wie entscheidend waren die Interventionen und der Einfluss der Westmächte (Großbritannien, USA) einerseits und der Sowjetunion sowie der Ostblockländer andererseits für den Kriegsausgang? War die militärische Niederlage der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) vorprogrammiert? Oder hatte die Errichtung einer Volksherrschaft reale Chancen?
Der Vortrag versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Er diskutiert alte und neue historiographische Ansätze und zeigt die Komplexität eines politischen, ideologischen und militärischen Konflikts auf, der Griechenland zum Brennpunkt des heraufkommenden Kalten Kriegs machte.
Dr. Vaios Kalogrias ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im historischen Seminar, Arbeitsbereich Zeitgeschichte.

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz

Beginndatum: Donnerstag, 07.05.2020, 18.30 Uhr

Kalogrias Vaios


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