Volkshochschulen sind Orte der Demokratie. Mit ihren offenen Bildungsangeboten und beteiligungsorientierten Methoden schaffen sie öffentlichen Raum für Auseinandersetzung und Verständigung.

Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der politischen Bildung zu, die politisch und konfessionell unabhängig und neutral ist. In den angebotenen Lernräumen können Urteilsfähigkeit und Handlungskompetenzen erfahren und entwickelt werden.

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Anmeldung möglich 202AV10007: VHS Wissen Live: Pandemien - Corona und die neuen globalen Infektionskrankheiten

Pandemien, die länder- und kontinentübergreifendeA usbreitung von ansteckenden
Krankheiten, sind eine dunkle Seite der Globalisierung, insbesondere des internationalen
Flugtourismus. Schon vor dem Aufkommen des neuen Corona-Virus war das bei einer
ganzen Reihe von Infektionskrankheiten der Fall; Cholera, HIV (Aids), Influenza, Neue Grippe
und Zikafieber sind prominente Beispiele. Mit Blick auf die aktuelle Situation erläutert der
Band die Strategien zur Eindämmung von Pandemien sowie ihre Auswirkungen auf
Wirtschaft, Politik und die Teilhabe am öffentlichen Leben. Lässt sich ein bislang
unbekanntes Virus überhaupt aufhalten oder ist es nur eine Frage der Zeit, bis 60 Prozent
und mehr der Bevölkerung angesteckt sind? Was kann der Einzelne tun oder ist er machtlos?
Wie weit darf ein demokratischer Staat die Grundvoraussetzungen gesellschaftlichen Lebensaußer Kraft setzen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu erhalten? Und nicht zuletzt:
Lassen sich Pandemien zukünftig vermeiden?
Jörg Hacker ist ein international renommierter Experte auf dem Gebiet der
Infektionsbiologie. Er war Präsident des Robert-Koch-Instituts und bis 2020 Präsident der
Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.

Beginndatum: Freitag, 02.10.2020, 19.30 Uhr

Hacker Jörg


Anmeldung möglich 202AV10008: VHS Wissen Live: Von Melodien zu Wörtern: Wie Babys Sprache(n) lernen

Babys unterscheiden sich von unseren nächsten Vorfahren, den Affen, dadurch, dass sie die angeborenen Fähigkeit zum Erlernen von Sprache besitzen.
Babys können jede Sprache der Welt erlernen, unabhängig davon, wie komplex sie ist. Im Unterschied zu Erwachsenen können Babys auch scheinbar mühelos zwei und mehr Sprachen erwerben. Die Muttersprache hinterlässt bereits vor der Geburt Spuren im Gehirn, die sich dann in den Melodien der Weinlaute Neugeborener zeigen. Die Sprachentwicklung beginnt "musikalisch", mit einer gerichteten Veränderung der Melodieformen im Weinen in den ersten 2-3 Monaten. In den neuartigen Lautäußerungen ab dem 2. Lebensmonat werden diese frühen Erfahrungen aufgegriffen und weiterentwickelt.
Weinen Mädchen anders als Jungen? Wie werden aus ersten Artikulationsbewegungen Silben? Was verbindet die Sprachentwicklung von Babys mit dem Gesangerlernen junger Singvögel? Welchen medizin-diagnostischen Wert haben Babylautanalysen? Was können Eltern tun, damit Babys Sprache(n) besser lernen?
Der Vortrag wird den Beginn der Sprachentwicklung im ersten Lebensjahr anhand von Ton- und Videobeispielen erläutern.
Prof. Kathleen Wermke leitet das interdisziplinäre Zentrum für vorsprachliche Entwicklung & Entwicklungsstörungen (ZVES) an der Poliklinik für Kieferorthopädie der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg.

Beginndatum: Mittwoch, 14.10.2020, 19.30 Uhr

Wermke Prof. Dr. Kathleen


Anmeldung möglich 202AV10009: VHS Wissen Live: Wandel' Dich, nicht das Klima

Der Klimawandel gilt gemeinhin als eine der großen Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Um den Klimawandel abzumildern und die Konsequenzen des Klimawandels abfedern zu können, bedarf es kollektiver Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede/r Einzelne ist gefragt - und kann auch antworten! In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie unser alltägliches Handeln und Nichthandeln zum Klimawandel beiträgt und welche psychologischen und gesellschaftlichen Mechanismen uns motivieren, etwas zu ändern.

Beginndatum: Donnerstag, 29.10.2020, 19.30 Uhr

Reese Prof, Dr. Gerhard


Anmeldung möglich 202AV10010: VHS Wissen Live: Kommentar und Diskussion zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren.
Stephan Bierling ist Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg und einer der führenden Experten für die Machtverschiebungen in der Weltpolitik. Er war Gastprofessor in den USA, Israel, Südafrika und Australien und hat mehr als ein Dutzend Bücher zur Außenpolitik der USA und Deutschlands geschrieben.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hans-Seidel Stiftung statt.

Beginndatum: Donnerstag, 05.11.2020, 19.30 Uhr

Bierling Prof. Dr. Stephan


Anmeldung möglich 202AV10011: VHS Wissen Live: Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft - obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel über ihren Nährwert hinaus auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren - oder zum ¿Sould Food" werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein ¿System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen¿. Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretischen Annäherungen an das allgegenwärtige "Kulturthema Essen" (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als "jüdisch" wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen.
PD Dr. Caspar Battegay ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie

Beginndatum: Donnerstag, 12.11.2020, 19.30 Uhr

Battegay PD Dr. Caspar


Anmeldung möglich 202AV10012: VHS Wissen Live: Gerechtigkeit und Gesundheit - wie kann die Pharmaforschung allen zugutekommen?

Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen. Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und anschließend die Medikamente anschließend zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Thomas Pogge stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor.
Thomas Pogge Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University an. Er promovierte an der Harvard University bei John Rawls.

Beginndatum: Freitag, 20.11.2020, 19.30 Uhr

Pogge Prof. Dr. Thomas


Anmeldung möglich 202AV10013: VHS Wissen Live: Verschwörungstheorien: Charakteristika - Funktionen - Folgen

Verschwörungstheorien sind derzeit in aller Munde und scheinbar überall. Doch was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen an sie? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Kehren sie langsam in die Mitte der Gesellschaft zurück? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen.
Michael Butter ist Professor für amerikanischen Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er hat in Freiburg, Norwich und Yale Anglistik, Germanistik und Geschichte studiert, wurde 2007 in Bonn promoviert und habilitierte sich 2012 in Freiburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören neben Verschwörungstheorien die frühe amerikanische Literatur, der Hollywoodfilm und zeitgenössische Fernsehserien. Er koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem über 150 Wissenschaftler*innen aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind. Im März 2018 erschien in der Edition Suhrkamp "Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien".

Beginndatum: Dienstag, 01.12.2020, 19.30 Uhr

Butter Prof. Dr. Michael


Anmeldung möglich 202AV10014: VHS Wissen Live: Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert.

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.
Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Beginndatum: Dienstag, 12.01.2021, 19.30 Uhr

Bauer Prof. Dr. Thomas


Anmeldung möglich 202AV10015: VHS Wissen Live: Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und der Orient

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten. Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.
Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden.

Beginndatum: Freitag, 15.01.2021, 19.30 Uhr

Bauer Prof. Dr. Thomas


freie Plätze 202AW11001: Astronomische Einflüsse auf das
irdische Klima

Die Bewegung von Himmelskörpern prägen unser irdisches Sein - und unser Klima. Ein Blick in erdgeschichtliche Vergangenheit zeigt, dass Klimaänderungen nicht Ausnahme, sondern Regel sind. Was heißt das für die aktuelle Klimadiskussion? In Vorträgen und Diskussion werden Grundlagen zur Einführung in die Astronomie und weiterführende Fragestellungen behandelt. Das Programm wird beim Ersttermin unter Berücksichtigung vonTeilnehmerfragen und -anregungen gemeinsam vereinbart. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Voraussichtlicher Beginn ist am Mittwoch, 02.09.20. Bitte informieren Sie sich Anfang September auf unserer Webseite oder wenden Sie sich an Stefan Dolch, Tel. 0621/567152

Beginndatum: Mittwoch, 02.09.2020, 19.00 Uhr

Dolch Stefan


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