Von drei Hügeln hat (nach Theodor Heuss) Europa seinen Ausgang genommen: Von Golgatha, von der Athener Akropolis und vom römischen Kapitol.

Deshalb ist die Beschäftigung mit der griechisch-römischen Antike eine wichtige Voraussetzung dafür, sich heute als Europäer empfinden zu können. Die gemeinsamen Grundlagen allen Interessierten zu erklären hat die Lebendige Antike Ludwigshafen sich zum Ziel gesetzt: Eine sehr aktuelle Aufgabe.

Weitere Informationen zur Lebendigen Antike Ludwigshafen finden Sie unter www.lebendige-antike-ludwigshafen.de/

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freie Plätze 201AK20602: Das Prinzip Antike. Zur Konstruktion der abendländischen Antike

War früher neben den frommen Geschichten der Bibel die antiken Mythen
fester Bestandteil des europäischen Bildungsgutes und damit die
klassische Antike des Abendlandes wie die biblische des Morgenlands
geistiger Ausgangs- und Bezugsort aller Künste und Wissenschaften, so
sind in den letzten Jahren Brüche in dieser Jahrtausende alten
Tradition zu beobachten: Kenntnis und Verständnis von Homers Epen, von
Ovids Metamorphosen und von den Gleichnissen der Bibel können in
unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich vorausgesetzt
werden. Hier stellt sich die Frage, inwieweit die abendländische
Antike noch ¿unsere` Antike ist.
Es lohnt ein Blick darauf, welches Verständnis in anderen Epochen von
¿unserer` Antike entwickelt wurde: Die Wiederentdeckung der Antike in
der Renaissance, die idealisierenden Konzepte einer vorbildhaften
Antike des Neuhumanismus und des sog. dritten Humanismus eines Werner
Jägers, die Antike als Modell bei Wolfgang Schadewaldt und als
Denkmodell bei Friedrich Maier. Diese Rezeptionsgeschichte zeigt, daß
die Antike zwar immer wieder neu konstruiert wurde, daß sie aber immer
als geistiger Bezugspunkt das grundsätzliche Verhältnis zwischen
Gegenwart und Vergangenheit bestimmte. Was dieses grundsätzliche
Verhältnis ausmacht und wie das ¿Prinzip Antike` funktioniert, wird
Gegenstand des Vortrags sein.

Beginndatum: Mittwoch, 04.03.2020, 19.30 Uhr

Markus Schauer


freie Plätze 201AK20603: Senecas Philosophie - ein Modell für heute?

Seneca ist der wohl bekannteste Philosoph der römischen Antike. Noch heute gelten viele seiner stoischen Ideen als zeitlos gültig undwerden in populärphilosophischen Büchern oder als Kalendersprüchevermarktet. Zugleich war Seneca einer der mächtigsten und reichsten
Politiker während der Regierungszeit des Kaisers Nero. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Kultur der Kaiserzeit unter Nero und zeigt die Verbindungslinien zwischen römischer Wertewelt und stoischer Philosophie auf. Dabei geht es auch um die Frage, ob Seneca für uns heute noch ein aktueller Autor ist.

Beginndatum: Montag, 30.03.2020, 19.30 Uhr

Peter Kuhlmann


freie Plätze 201AK20604: Die Limesgrenze am Oberrhein in der Spätantike. Neueste Forschung und Ergebnisse.

Beginndatum: Mittwoch, 13.05.2020, 19.30 Uhr

Christian Witschel


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