Die Volkshochschule ist geschlossen. Präsenzunterricht, -kurse finden nicht statt.

Seit dem 11. Januar 2021 hat das Land Rheinland-Pfalz die 15. Corona-Bekämpfungsverordnung erlassen.

Aus diesem Grund muss die Volkshochschule weiterhin geschlossen bleiben.
Diese Verodnung gilt voraussichtlich bis zum Sonntag, 31. Januar 2021:

Corona - Warn - App Informationen

Ab sofort kann die Corona-Warn-App  in den App-Stores heruntergeladen werden. Wir machen mit im Kampf gegen Corona. Gemeinsam schaffen wir es, Infektionsketten schneller unterbrechen zu können.
Informationen hierzu finden Sie auch auf www.bundesregierung.de

 

Kursbereiche >> Wir feiern... 120 Jahre Volkshochschule

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freie Plätze 211AA10900: Von der Arbeiterstadt zur Stadt der Arbeit

Am 30.06.2018 waren in den Ludwigshafener Betrieben 102.627 Personen beschäftigt. Rauchende Schornsteine sucht man inzwischen in der einstigen Chemiemetropole aber vergebens. Den Wandel von industriellen Kernstadt der Pfalz zum heutigen pfälzischen Einpendlerzentrum ist Gegenstand dieses Vortrages. Anhand der auf Solidarität beruhenden Selbstorganisation der abhängig Beschäftigten - der Arbeiterbewegung - wird dabei auch der soziale Wandel in Ludwigshafen illustriert. Die Arbeiterbewegung war nur eine der vielen Folgeerscheinung der Industrialisierung Deutschlands. Die Industrialisierung verwandelte das als reine Handelsstadt mit Hafen und Bahnanschluss gegründete Ludwigshafen binnen kürzester Zeit in eine Wachstumsmetropole nach amerikanischen Vorbild. Häufig wurde Ludwigshafen deshalb auch als Chicago am Rhein bezeichnet. Im Gegensatz zu den USA wurden hier aber die in den Fabrikhallen beschäftigten Menschen bald zu einem gesellschaftlich mitentscheidenden Faktor. Ausgehend von einem erfolgreichen Streik in der Samtfabrik in Oggersheim 1871 mitbestimmte und bestimmte die Arbeiterbewegung über Jahrzehnte die Geschicke von Ludwigshafen. Trotzdem findet die 150jährige Wiederkehr des ersten Auftretens der neuen Klasse kaum Beachtung - aus dem stolzen Proletarier ist der abgewertete Prolet geworden?! Den Wandel Ludwigshafens von der Arbeiterstadt zur Stadt der Arbeit stellt Dr. Becker vom Stadtarchiv in einem reich bebilderten Vortrag vor.

Referent Dr. Klaus Becker ist ausgewiesener Experte zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Pfalz, Saarland, Rheinhessen und Rheinland-Pfalz. Seit 1997 ist er im Ludwigshafener Stadtarchiv als wissenschaftlicher Angestellter beschäftig und seit 2006 stellvertretender Archivleiter

Beginndatum: Mittwoch, 24.03.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


freie Plätze 211AA10901: Von Powerfrauen und Vorbildern. Handlungsspielräume von Ludwigshafener Frauen im Kaiserreich und der Weimarer Republik.

Im Kaiserreich waren die Frauen in Ihren Rechten stark eingeschränkt. Sie konnten z. B. nicht wählen und ohne Erlaubnis ihres Ehemannes nicht arbeiten. Doch Sie suchten und fanden Wege ihre Handlungsspielräume stetig zu erweitern. In dem sich bürgerliche Frauen in der kommunalen Armenpflege engagierten, stellten sie unter Beweis, dass sie einen gleichwertigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Leben leisten können. Proletarische Frauen hatten es in dieser Beziehung schwerer, mussten sie doch für ihren Lebensunterhalt viel Zeit und Kraft aufwenden und sich - wollten sie auf politischen Weg eine Verbesserung ihrer ökonomischen Situation herbeiführen - gegen Ressentiments aus den eigenen Reihen zur Wehr setzten. Mit dem Inkrafttreten der Vereinsfreiheit, der allmählichen Öffnung der Universitäten für Frauen, sowie der Einführung des Frauenwahlrechts und der Professionalisierung in verschiedenen Sozialberufen eröffneten sich bürgerlichen und proletarischen Frauen weitere Handlungsspielräume. In diesem Spannungsfeld bewegten sich auch Ludwigshafener Akteurinnen. Welche Chancen sich ihnen im Kaiserreich und in der Weimarer Republik boten und wie sie diese nutzten ist Thema des Vortrags.

Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung ¿Katharina und ihre Schwestern¿ (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Donnerstag, 08.04.2021, 19.00 Uhr

Übel Dr. Brigitte


freie Plätze 211AA10902: Literarische Salons - Höhepunkte einer versunkenen weiblichen Kultur

Der literarische Salon gehört zu den faszinierenden Phänomenen der europäischen
Kulturgeschichte. Eine lange Tradition, die mehrere Epochen mit verschiedenen Blütezeiten umfasst und sich in unterschiedlicher Ausprägung auf nahezu alle Länder Europas erstreckt, kennzeichnet ihn. Diese Salons locken die großen Geister der Zeit an und sind zugleich "Schauplatz einer Generalprobe der Emanzipation der Frau".

Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Katharina und ihre Schwestern" (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Freitag, 30.04.2021, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


freie Plätze 211AA10903: Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne."

Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne!"
Olympe gilt als Ahnfrau des Feminismus. 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, schrieb sie die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Siebzehn Artikel als Proklamation der Gleichheit der Geschlechter und als deutliche Forderung an die Nationalversammlung, welche die Frauen in ihrer "Erklärung der Rechte der Menschen und Bürger" nicht berücksichtigt hatte. Außer diesem ihrer Zeit vorauseilenden Manifest ist ihr Leben und Werk weitgehend unbekannt geblieben. Sie hinterließ allein vierzig Theaterstücke, mehrere Romane und eine unüberschaubare Zahl von Pamphleten, die sie verfasste, da ihr die öffentliche Rede versagt blieb. Ihr ungewöhnliches Leben passte in kein Korsett ihrer Zeit. 1793 wurde Olympe de Gouges auf der Guillotine hingerichtet.
Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Katharina und ihre Schwestern" (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Freitag, 19.03.2021, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


freie Plätze 211AA10905: Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg war genau nur 15 Tage Mitglied der KPD, bevor sie am 15. Januar 1919 im Berliner Eden-Hotel von einer Soldateska brutal ermordet wurde. Unsere Wahrnehmung der promovierten Ökonomin ist trotzdem geprägt von den verfälschenden Bildern aus der Ära Honecker, obwohl Rosa Luxemburg sogar ab 1928 bis 1972 in der stalinistischen Sowjetunion und den späteren Staaten des Ostblocks als Revisionistin verpönt war. Dr. Klaus J. Becker wird sich im Vortrag deshalb vor allem mit dem Leben und Werk der Wissenschaftlerin und sozialdemokratischen Politikerin befassen. Als Mitglied der polnischen Sozialdemokratie seit 1892 und der SPD seit 1898 war, sie als enge Weggefährtin der Parteiikone August Bebel äußerst populär und bis 1914 auch völlig unstrittig. Anlässlich des Internationalen Frauentages wird Dr. Becker allerdings auch hinterfragen, ob überhaupt und wenn ja welchen Beitrag Rosa Luxemburg zur Frauenbewegung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts geleistet hat.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen.
Referent Dr. Klaus Becker ist ausgewiesener Experte zur Geschichte der Arbeiterbewegung in der Pfalz, Saarland, Rheinhessen und Rheinland-Pfalz. Seit 1997 ist er im Ludwigshafener Stadtarchiv als wissenschaftlicher Angestellter beschäftig und seit 2006 stellvertretender Archivleiter.
Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Ludwigshafen.

Beginndatum: Donnerstag, 18.03.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


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