Die Volkshochschule öffnet wieder ab Montag, 28. Juni 2021

Wir dürfen wieder unsere Anmeldung, Kasse und Sprachberatung zu den jeweiligen Geschäftszeiten ohne vorherige Terminvergabe öffnen.

Weiterhin gelten die Abstands- und Hygieneregeln, die Pflicht zur Kontakterfassung sowie die Maskenpflicht beim Betreten der Gebäude.

 

Corona - Warn - App Informationen

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Kursbereiche >> Mensch - Gesellschaft - Politik >> Geschichte/Zeitgeschichte/Stadtgeschichte Ludwigshafen

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freie Plätze 212AA10100: Die kalten Ringe. Gesamtdeutsch nach Tokio. Ein Filmabend mit Gesprächsrunde

Nach 1964 werden in diesem Jahr die Olympischen Spiele erneut in Tokio ausgetragen. So gut wie verloren im Gedächtnis der Gesellschaft ist die Tatsache, dass für die Spiele 1964 in Tokio letztmalig eine gesamtdeutsche Mannschaft antreten musste. Bereits 1956 und 1960 mussten die Deutschen in Ost und West unter Zwang des IOC ein gemeinsames Team bilden. IOC-Präsident Avery Brundage hatte die Vision, dass mit der Kraft des Sports politische Grenzen überwunden werden könnten. Doch mit dem Mauerbau 1961 wurde die bisherige olympische Praxis durch die Realität des Kalten Krieges eingeholt. Der Sport wurde zu einem Spielball der Politik. Es wurde gestritten über Fahnen, Trikots und Hymnen, allein die Zusammenstellung der Olympiamannschaft wurde zu einem Politikum. Es gibt ein Hauen und Stechen, um jeden Platz, um jeden Wettkampf. Dabei ging es um den prestigeträchtigen Posten des Mannschaftsleiters, dem so genannten Chef de Mission. Wer nach den Ausscheidungen die Mehrzahl der Teilnehmer im Team hatte, durfte dieses Amt bekleiden. Selbst in Tokio nimmt das Gegeneinander nicht ab. Die Querelen zwischen Ost und West werden mit in die Olympiastadt genommen. Der Riss geht quer durch die gesamtdeutsche Mannschaft. Die politische Teilung wird nun auch im olympischen Sport mehr als sichtbar.
Die Veranstaltung möchte anhand der filmischen Dokumentation "Die kalten Ringe" mit anschließender Gesprächsrunde an die geteilte olympische Sportgeschichte aus der Phase des Kalten Krieges erinnern. Eingeladen sind der Filmemacher Thomas Grimm (Zeitzeugen-TV), die Leichtathletin Anita Rottmüller-Wörner (Phönix Ludwigshafen/Anfrage) und der Fechter Jürgen Brecht (FC Kurpfalz Edigheim/Anfrage), die 1964 an den Olympischen Spielen teilnahmen. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. René Wiese (Zentrum deutsche Sportgeschichte).
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung RLP. Kostenfrei, Anmeldung erforderlich.

Beginndatum: Freitag, 24.09.2021, 19.00 Uhr

Grimm Thomas, Rottmüller-Wörner Anita, Fechter Jürgen, Wiese Dr. René


freie Plätze 212AA10401: Frau Vater - die Geschichte der Maria Einsmann Dokumentarfilm (30 Min) mit anschließender Diskussion zum Auftakt der Fairen Woche und des Semesterbeginns

1919 im Nachkriegsdeutschland, - erst als Maria Einsmann Männerkleider anzieht, findet sie eine Arbeit, deren Lohn ausreicht, ihre Lebensgefährtin Helene Müller, zwei Kinder und sich selbst zu ernähren. 12 Jahre lang merkt niemand, dass der fürsorgliche Familienvater Joseph Einsmann eigentlich eine Frau ist. Als die Wahrheit ans Licht kommt, ist das internationale Medienecho groß und man stellt die beiden Frauen vor Gericht...
Im Kontext des Beginns der Fairen Woche zum Thema "Menschenwürdige Arbeit" und unseres Semesterstarts 120 Jahre VHS Ludwigshafen, ist die bewegende Geschichte der Maria Einsmann historisch spannend und zugleich hoch aktuell. Nach einem Grußwort von Sozialdezernentin Beate Steeg, eröffnen wir im Anschluss an den Film, Austausch und Diskussion mit Impulsen aus vier unter- schiedlichen Perspektiven.
Zu Wort kommen hier die Regisseurin des Films Barbara Trottnow, Prof. Dr. Karen Nolte (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Uni-Heidelberg, Forschungsprojekt "Lesbische Lebenswelten im deutschen Südwesten ca. 1920er-1970er Jahre)", Susanne Diehl (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigs- hafen) und Rüdiger Stein (DGB-Regionsverantwortlichen für die Vorderpfalz).
Vor und nach dem Film ist für faire Snack-Leckereien und Getränke gesorgt. Anmeldung erforderlich.
Auf dem Weg zur Fairtrade-Town beteiligen wir uns mit weiteren Veranstaltungen an der deutschlandweiten fairen Woche: www.faire-woche.de und www.faires-lu.de
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für Politische Bildung in Rheinland Pfalz, der ILA - Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen, der Gleichstellungsbeauftragten und des Bereichs Umwelt der Stadt Ludwigshafen.

Beginndatum: Freitag, 10.09.2021, 18.00 Uhr

Diehl Susanne, Trottnow Barbara, Stein Rüdiger


freie Plätze 212AA10702: Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne."

Olympe de Gouges (1748-1793): "Wenn die Frauen ein Recht aufs Schafott haben, so haben sie auch ein Recht auf die Rednertribüne!"
Olympe gilt als Ahnfrau des Feminismus. 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, schrieb sie die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Siebzehn Artikel als Proklamation der Gleichheit der Geschlechter und als deutliche Forderung an die Nationalversammlung, welche die Frauen in ihrer "Erklärung der Rechte der Menschen und Bürger" nicht berücksichtigt hatte. Außer diesem ihrer Zeit vorauseilenden Manifest ist ihr Leben und Werk weitgehend unbekannt geblieben. Sie hinterließ allein vierzig Theaterstücke, mehrere Romane und eine unüberschaubare Zahl von Pamphleten, die sie verfasste, da ihr die öffentliche Rede versagt blieb. Ihr ungewöhnliches Leben passte in kein Korsett ihrer Zeit. 1793 wurde Olympe de Gouges auf der Guillotine hingerichtet.
Vortrag im Rahmenprogramm zur Ausstellung "Katharina und ihre Schwestern" (16.03. bis 13.05.21, Melanchthonkirche). Kooperation mit der Protestantischen Kirche für Ludwigshafen und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt.

Beginndatum: Mittwoch, 13.10.2021, 19.00 Uhr

Krebaum Dagmar


freie Plätze 212AA10903: Die Volkshochschule Ludwigshafen - 120 Jahre Weiterbildung im Auftrag der Stadt

Die Volkshochschule der Stadt Ludwigshafen feiert 2021 ein doppeltes Jubiläum: Den Start der ersten "Volks-Hochschulkurse" am 15. Januar 1901 und die Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg am 10. Juli 1946.
Der Leiter des Stadtarchivs, Dr. Stefan Moerz stellt die wechselvolle Geschichte der Volkshochschule anhand von Bildern und Dokumenten aus dem Archiv vor. Historiker Ulrich Stumm beleuchtet als ehemaliger Mitarbeiter der Volkshochschule die letzten 30 Jahre von 1990 bis 2021.

Beginndatum: Freitag, 05.11.2021, 18.00 Uhr

Stumm Ulrich, Mörz Dr. Stefan


freie Plätze 212AA10904: Wissen ist Macht - Arbeiterbildung in der Pfalz vom Kaiserreich bis in die Anfänge der Bundesrepublik:

Die selbstständige Arbeiterbildung war eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung der Arbeiterbewegung in Deutschland und damit in der Pfalz. Sie wiederum ist ein Kind der Industriellen Revolution, die nach 1851 Ludwigshafen von einer kleinen Handlungssiedlung in einen industrielle Kernmetropole verwandelte. Anhand zahlreicher Bilddokumente wird Dr. Klaus J. Becker vom Stadtarchiv die Entwicklung der Arbeiterbewegung in Ludwigshafen ab 1871 skizzieren und insbesondere deren eigenständigen Bildungsansatz für arbeitenden Menschen in Ludwigshafen von der Kaiserzeit bis Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts skizzieren.

Beginndatum: Donnerstag, 18.11.2021, 19.00 Uhr

Becker Dr. Klaus Jürgen


Anmeldung möglich 212AV10003: VHS Wissen Live: Warum es kein islamisches Mittelalter gab - Das Erbe der Antike und des Orients

Dem Islam wird gerne vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Thomas Bauer zeigt an zahlreichen Beispielen, wie in der islamischen Welt die antike Zivilisation mit florierenden Städten und Wissenschaften weiterlebte, während im mittelalterlichen Europa nur noch Ruinen an eine untergegangene Kultur erinnerten.
Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden.

Beginndatum: Montag, 20.09.2021, 19.30 Uhr

Bauer Prof. Dr. Thomas


Anmeldung möglich 212AV10004: VHS Wissen Live: IT-Sicherheit: Herausforderungen für Wissenschaft und Gesellschaft

Der technologische Wandel war und ist ein stetiger Begleiter des Menschen. Doch noch nie war der Wandel so rasant, so absolut und so durchdringend wie heute durch die Digitalisierung. Die zunehmende Bedeutung digitaler Dienste und Anwendungen wirft Fragen über deren Vertrauenswürdigkeit und Sicherheit auf. Gleichzeitig fordert der technische Fortschritt, beispielsweise in Form von Künstlicher Intelligenz oder Quantencomputern, etablierte Methoden der Cybersicherheit immer wieder aufs Neue heraus und Cyberangriffe immer mehr zur Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft.

Prof. Dr. Claudia Eckert forscht und lehrt seit über 20 Jahren im Bereich der IT-Sicherheit. Sie ist geschäftsführende Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC in München und Professorin der Technischen Universität München.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) statt.

Beginndatum: Dienstag, 21.09.2021, 19.30 Uhr

Eckert Prof. Dr. Claudia


Anmeldung möglich 212AV10005: VHS Wissen Live: Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft und Kultur verändert.

Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Beginndatum: Mittwoch, 22.09.2021, 19.30 Uhr

Bauer Prof. Dr. Thomas


Anmeldung möglich 212AV10006: VHS Wissen Live: Die Realität des Risikos

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst. Wir leben nicht heute erst in der "postmodernen Moderne" (Ulrich Beck) in einer "Risikogesellschaft", vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren. Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper "Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren".

Beginndatum: Montag, 27.09.2021, 19.30 Uhr

Nida-Rümelin Prof. Dr. Julian


Anmeldung möglich 212AV10007: VHS Wissen Live:Ein Elefant für den Papst. Die Entdeckung der neuen Welt und der Kurie in Rom

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant. Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«. Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war. In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Beginndatum: Freitag, 01.10.2021, 19.30 Uhr

Zimmermann Prof. Martin


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